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Themen-Special

Zu Besuch bei Jimmy Carter

Jimmy Carter war nicht nur der Präsident der USA, sondern vorher der Gouverneur von Georgia. In Atlanta zeigt das Jimmy Carter Library & Museum, wie er von 1977 bis 1981 die Geschicke der USA lenkte – und sich bis heute für Menschenrechte einsetzt. Auch in seinem Heimatdorf Plains kann man dem großen alten Mann der amerikanischen Politik treffen.

Portraitfoto von Präsident Jimmy Carter aus dem Jahre 1977

Das Jimmy Carter Library & Museum zeichnet einen höchst ungewöhnlichen Lebensweg nach: vom Sohn eines Erdnuss-Farmers übers Gouverneurneursamt in Georgia und die US-Präsidentschaft bis hin zum unermüdlichen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte als Altpräsident. Seine Zeit im Weißen Haus behandelt die Ausstellung A Day in the Life of the President. Sie zeigt mit Videotechnik einen typischen Arbeitstag vom Aufstehen um halb sechs Uhr morgens bis in die späten Abendstunden. Wenn der Präsident nicht in der Welt unterwegs war, arbeitete er im Oval Office. Besucher sehen im Museum einen originalgetreuen Nachbau. Carter empfing Staatsoberhäupter aus aller Welt und bemühte sich um Frieden zwischen Israel und Ägypten. Die Machtergreeifung der Mullahs im Iran, die mit einer Massen-Geiselnahme von Amerikanern einher ging, stellte ihn vor eine gewaltige Herausforderung. Das Museum würdigt zudem in einer Galerie alle anderen US-Präsidenten des Zwanzigsten Jahrhunderts.

Touristen im Nachbau des Oval Office

Bereits 1986 eröffnet, zeigt das Museum seit seinem Umbau 2009 auch viel aus dem Wirken Jimmy Carters für Demokratie und Menschenrechte nach dem Ende seiner Präsidentschaft  mit dem Carter Center. Der ehemalige Präsidenten und seine Ehefrau Rosalynn hatten es im Jahre 1982 gegründet. Besucher erfahren, welche Hilfen das Carter Center in 70 Ländern geleistet hat: von der Bekämpfung von Krankheiten und Hunger bis zur Durchsetzung von Menschenrechten. Unter anderem hat die Organisation im Auftrag der Vereinten Nationen 40 Wahlen beobachtet und bei Konflikten in Haiti, Bosnien und vielen anderen Ländern vermittelt. Als Freiwilliger der Organisation Habitat for Humanity helfen Jimmy und Rosalynn Carter seit 1984 jedes Jahr eine Woche lang mit dem Hammer in der Hand, Häuser für Bedürftige in vielen Ländern zu bauen und zu renovieren. Für sein Lebenswerk, das Jimmy Carter auch nach 87 Jahren nicht als abgeschlossen sieht, erhielt der Altpräsident 2002 den Friedensnobelpreis.

James Earl Carter Jr., wie es auf dem Pass steht, kam 1924 im ländlichen Plains zur Welt und verließ den Ort als junger Mann, um in der Kriegsmarine zu dienen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er zum Kummer seiner Ehefrau, die endlich in die große weite Welt wollte, zurück und arbeitet viele Jahre als Erdnuss-Farmer. Das Elternhaus und Carters ehemalige Schule sind als Teil der Jimmy Carter National Historic Site beliebte Touristenziele. Carter gewann 1970 die Wahl zum Gouverneur von Georgia, 1976 zum 39. Präsidenten der USA.

Rosalynn konnte nachholen, was sie in Plains vermisste. Jetzt leben beide wieder in Plains. Und mit etwas Glück trifft man Jimmy Carter auf einen Plausch, wenn er im örtlichen Laden im rot karierten Baumwollhemd einkaufen geht.

Das Jimmy Carter Library & Museum hat montags bis samstags von 9.00 bis 16.45 und sonntags von 12.00 bis 16.45 geöffnet. Der Eintritt beträgt acht Dollar, ab 60 Jahren sechs Dollar. Unter 16 Jahren frei.

Lesen Sie mehr zu Jimmy Carters Heimatregion auf unserer Seite Presidential Pathways

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