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Columbus: großes Herz aus Stahl

Aus Kohle und Stahl geboren, hat sich Columbus zu einem Zentrum für Kunst und Kultur entwickelt. Am Chattahoochee River entdeckt man eine zu Unrecht noch kaum bekannte Stadt voller Lebensart.

Columbus begeistert mit Museen, Restaurants, Clubs und Galerien. Im Cannon Brew Pub erinnern riesige Räder an der Decke an die Zeiten, als darauf noch die Fäden der Textilindustrie gewickelt waren. Heute dienen sie der Mechanik für die Raumkühlung. Und so spült der Gast hier in gut klimatisierten Räumen deftige Südstaaten-Küche mit hausgebrautem Bier herunter.  

Springer Opera House in Columbus

Ein besonderer Hingucker ist das Springer Opera House. Hier hielt Präsident Franklin D. Roosevelt Vorträge zur Lage der Nation. Zum 100-jährigen Bestehen des Hauses 1971 ernannte Jimmy Carter, damals noch Gouverneur und noch nicht Präsident, den Prunkbau zum State Theatre of Georgia. Auch wenn die alte Oper heute vor allem ein Museum ist: Auf ihrer Bühne werden immer noch regelmäßig Theaterstücke und Musicals gegeben. Dass Präsident Franklin D. Roosevelt gerade in Columbus ins Theater ging, hatte einen guten Grund. In den Heilquellen des nur eine Stunde entfernten Warm Springs suchte er Linderung für seine Polio-Lähmung. Das Haus, das er dort bewohnte ist offen für Besucher. Man nennt das beliebte Ausflugsziel im Umland von Columbus nicht umsonst Little White House. Es ist wirklich weiß.  

Brücke über den Chattahoochee River

Wer gerne nach den Sternen greift, hebt im Coca-Cola Science Space Center so richtig ab. Im dazugehörigen Omnisphere Theater erleben Besucher gigantische Projektionen auf einer halbkugelförmigen Leinwand. Die mit Kinoton untermalten Filme und Lasershows führen ins All, zu den Sieben Weltwundern und in den menschlichen Körper. Und wer gerne selbst im Cockpit sitzt, steigt in einen Flugsimulator.

Columbus war immer und ist weiterhin eine Stadt des Handels und der Industrie. Die Lage am Fluss machte einst den Transport der Güter einfach und schuf die internationale Anbindung. Während des Amerikanischen Bürgerkrieges profitierten die Betriebe von konföderierten Rüstungsaufträgen. Vielleicht blieb der Krieg deshalb noch eine ganze Woche nach der Kapitulation des Südens in der Stadt. Unions-General Wilson wusste nichts vom Kriegsende und schlug deshalb am 16. April 1865 hier die einzige Schlacht des Krieges nach seinem offiziellen Ende. An den großen Bruderkrieg erinnert die gut eine Stunde Autofahrt südöstlich von Columbus gelegene Andersonville National Historic Site. Dort waren 45.000 Unionssoldaten in einem Lager inhaftiert. 13.000 von Ihnen starben an den erbämlichen Haftbedingungen, Hunger und Seuchen. Heute erinnert dort das National Prisoner of War Museum an alle Kriegsgefangenen der Welt.

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Wirtschafts-Informationen in deutscher Sprache über Investitionen in Georgia, Handel und Beziehungen zwischen Hochschulen beim State of Georgia, European Office