Alles nur geträumt? Hotels mit Gänsehautgarantie

In einigen Hotels in Georgia fühlten sich die ehemaligen Bewohner so wohl, dass sie niemals auszogen. Als Geister treiben sie dort heute noch ihr Unwesen oder necken Gäste mit kleinen Scherzen. Wer mutig genug ist in diesen Hotels oder in bestimmten Zimmern einzuchecken, kann einigen unerklärlichen Phänomenen auf die Spur gehen. Oder muss mit einer unruhigen Nacht rechnen...  

Um die Jahrhundertwende diente das Jekyll Island Club Hotel Amerikas Millionären als winterlicher Rückzugsort. Familien wie die Rockefellers, Pulitzers und Vanderbilts trafen sich auf Jekyll Island in ihrem Privatclub, der heute als Hotel dient. Man sagt, dass Clubmitglied J. P. Morgan noch immer dort weilt. In den frühen Morgenstunden genoss er seinerzeit eine Zigarre auf seinem Balkon im dritten Stock des Sans Souci-Trakts, während er auf den Jekyll River blickte. Manchmal kann man in diesem Teil der Hotelanlage den Duft seiner Zigarre vernehmen.

Das alte Windsor Hotel in Americus ist kein Platz für Angsthasen. Gäste hören oft das Lachen und Schritte eines kleinen Mädchens im Flur der dritten Etage. Sie ist wohl die Tochter der ehemaligen Haushälterin; beide kamen bei einem Sturz in den Fahrstuhlschacht gewaltsam im Hotel ums Leben. Ein weiterer und heute noch dienstbarer Geist ist Floyd Lowery. Er bewachte 40 Jahre die Tür des Hotels und liebte es so sehr, dass er es nie verließ. Auf einer kleinen Tour im Hotel erzählen die Mitarbeiter mehr zu den Geistererscheinungen. Und wer weiß, vielleicht begegnet man ihnen sogar selbst? Ebenso wie im The Partridge Inn in Augusta, wo Gästen schon oft der Geist einer jungen Frau erschien. Man sagt, sie habe sich in dem Herrenhaus einst für ihre Hochzeit vorbereitet, als sie erfuhr, dass ihr Verlobter auf dem Weg zur Trauung erschossen wurde. Mit gebrochenem Herzen und im Hochzeitkleid schreitet sie noch immer durch die Flure des Hotels und wartet vergeblich auf ihre große Liebe.

Savannah ist ein Eldorado für angehende Geisterjäger und es gibt gleich drei Hotels, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Das Kehoe House, einst Leichenhalle und Bestattungsinstitut, ist heute ein schickes Bed & Breakfast für Erwachsene, zu dem kleine Kinder eigentlich keinen Zutritt haben. Abgesehen von denen, die einst tragisch im Kamin ums Leben kamen, und deren spielende Geisterstimmen heute noch deutlich zu vernehmen sind. „Bettdecke festhalten!“ heißt es in Zimmer 204 des 17Hundred90 Historic Inn & Restaurant. Geist Anna wartet dort angeblich seit Jahrhunderten auf ihre verlorene Liebe und vertreibt sich die Zeit mit kleinen Späßen. Und dazu zählt Gästen die Bettdecke streitig zu machen. In einem Tagebuch können Notizen zu Begegnungen mit Anna festhalten werden. Oder man liest, was andere Zimmerbewohner mit ihr erlebt haben. Ein Schatten auf dem Flur, die Toilettentür ist plötzlich verschlossen und schon wieder läuft das Wasser, obwohl niemand im Bad war – willkommen im Marshall House! Das historische Gebäude zählt zu den besten „Haunted Hotels“ der USA. Kein Wunder, diente es während dem Bürgerkrieg und Gelbfieberausbrüchen im 19. Jahrhundert als Krankenhaus. Die nächtlichen Geräusche von rollenden Murmeln und Bällen in den Fluren sind harmlos im Vergleich zu einigen Geistern, die man unter Umständen dort erblicken kann.

Wussten Sie, dass...

... im Peach State mehr als 40 Sorten Pfirsiche wachsen?

... in Georgia die Kult-TV-Serie "The Walking Dead" gedreht wird?

... der Flughafen von Atlanta die meisten Passagiere weltweit abfertigt? 

... Sie in Georgias Bergen selbst Gold schürfen können?

Linktipps

Wirtschafts-Informationen in deutscher Sprache über Investitionen in Georgia, Handel und Beziehungen zwischen Hochschulen beim State of Georgia, European Office